Im Sommersemester 2016 wird die folgende Vorlesung angeboten:

Laborastrophysik

In dieser Vorlesung werden Grundlagen und Methoden der Laborastrophysik vorgestellt. Dieses interdisziplinäre Gebiet befasst sich zum einen mit der Simulation von astrophysikalischen Prozessen, die im interstellaren und zirkumstellaren Raum auftreten und deren „Objekte“ Ionen, Moleküle, Nanopartikel und Staubteilchen sind. Zum anderen werden spektroskopische Messungen an solchen Objekten durchgeführt, um Vergleichsdaten für die Interpretation der astronomischen Beobachtungen zu gewinnen.

Nach einer Einführung in das Gesamtgebiet behandelt die Vorlesung zunächst kosmische Staubteilchen, beginnend mit den Grundlagen ihrer Beobachtung, Bedingungen ihrer Entstehung, ihren mineralogischen, festkörperphysikalischen und optischen Eigenschaften. Der Bezug zu Staubteilchen im Sonnensystem und zu Meteoriten wird diskutiert. Im Folgenden werden vertieft Laborexperimente zur Messung spektraler Absorptions- und Emissions-koeffizienten sowie zur Simulation astrophysikalischer Prozesse auf Struktur und Eigenschaften von kosmischen Festkörpern behandelt.

Für die Vorlesung sind Grundlagenkenntnisse in Optik, Quantenmechanik und Festkörperphysik empfehlenswert.

Vorlesung:

Dr. Harald Mutschke / Dr. Cornelia Jäger
Ort: Hörsaal Sternwarte, Schillergäßchen 2
Zeit: freitags 10:15 - 11:45
Beginn: 8. April 2016

Übung zur Vorlesung:

Dipl.-Phys. Hagen Walter
Ort: Hörsaal Sternwarte, Schillergäßchen 2
Zeit: freitags 12:00 - 14:00

Zusammen mit der Laborastrophysikgruppe des Astrophysikalischen Instituts findet jeden Freitag 8:30 ein Gruppenseminar zur Laborastrophysik im Seminarraum der Sternwarte (Schillergässchen 2) statt. In diesem Seminar werden in Vorträgen aktuelle Ergebnisse zu Forschungsthemen beider Gruppen vorgestellt und diskutiert. Interessierte Studenten sind hierzu herzlich eingeladen: Laborastrophysik-Seminar.